Allgemeine und spezielle Risiken der Operation

   Zwischenfälle während der Operation
  In der Regel verlaufen Bruchoperationen ohne Komplikationen. Trotz größter Sorgfalt können bei der geplanten Operation vereinzelt Zwischenfälle auftreten, die eine Erweiterung des Eingriffes erfordern.
  • Stärkere Blutungen treten selten auf, Blutübertragungen sind (fast) nie erforderlich.

  • Das Risiko von Nebenverletzungen an Bauchorganen ( z.B. Darm, Samenleiter) und Blutgefäßen ist nach Voroperationen, bei schwierigen anatomischen Verhältnissen und / oder Notoperationen (z.Bsp. bei eingeklemmten Darm) erhöht.

   Mögliche Störungen nach der Operation
 
  • Leichte Nachblutungen und Blutergüße treten gelegentlich in den ersten Tagen nach der Operation auf, bedürfen aber meist keiner Behandlung.

  • Durchblutungsstörungen durch Verschluß oder Schädigung von Blutgefäßen können zum Absterben von Gewebe (Haut) oder Organen (z. Bsp. Darm) führen.

  • Nähte an der Bauchwand und / oder am Darm können undicht werden. In der Folge kann eine Bauchfellentzündung, ein Abszess oder eine Darmfistel entstehen.

  • Krankheitserreger können die Wundheilung stören. Abszesse (Eiteransammlung) müssen eröffnet werden, dadurch kann das Gewebe geschwächt sein, der Bruch reißt wieder auf.

  • Verletzungen von Hautnerven können zu Taubheitsgefühl und Schmerzen führen.

  • Überschießende und störende Narbenbildungen können bei Veranlagung zum Keloid oder nach Wundinfektion auftreten.

  • Nach Verletzung von Blutgefäßen, Einengung des Samenstranges oder infolge Vernarbung kann der Hoden schrumpfen (Häufigkeit ca. 2%), in seltenen Fällen sogar absterben.

  • Bei gleichzeitiger Schädigung beider Hoden und / oder Samenleiter ist die Zeugungsfähigkeit gefährdet.

  • Die gennanten Komplikationen müssen manchmal durch zusätzliche operative Maßnahmen behandlet werden.

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